Gesundheitsschutz beginnt beim Boden

Beim Thema Fußboden kann man vieles falsch machen. Aber auch eine ganze Menge richtig. Deshalb sollte man sich bereits bei der Planung der Böden in Heim und Betrieb intensiv beraten lassen. In diesem Artikel informieren wir Sie darüber, worauf man bei der Entscheidung für eine Bodenlösung achten sollte und wie man Produkte erkennt, die auf jeden Fall für das gute Wohngefühl und die Gesundheit unbedenklich sind.


Jeder Raum hat seine eigenen Anforderungen

Schon bei der Planung der Böden sollte man einiges beachten. Nicht jeder Belag ist für jeden Bereich geeignet. Die richtige Wahl des Bodens kann für die Gesundheit und die ökologische Bilanz von Gebäuden von erheblicher Bedeutung sein.

So sollte man beispielsweise in Eingangsbereichen auf feste Materialien mit positiven Geräuscheigenschaften setzen. Textile Untergründe und empfindliche Böden nehmen relativ leicht Schaden, indem sie schnell schmutzen und nur begrenzt bzw. aufwändig gereinigt werden müssen. Beläge mit hohem Geräuschaufkommen können zu Lärmbelastung führen, da der Kontakt mit festem Schuhwerk unvermeidlich ist. Mineralische Böden oder elastische Beläge eignen sich hier am besten.

In Wohn- und Arbeitsräumen rücken angenehmes Klima und Bequemlichkeit in den Vordergrund der Überlegung. Textile, elastische und Holzbeläge wie Linoleum und Parkett bieten sich hier an. Sie vereinen gute Dämmeigenschaften mit Komfort und sind langlebig. Sie beugen Unterkühlung vor und helfen Heizkosten zu sparen.

In besonders feuchten Räumen ist Vorsicht geboten! Hier neigen Holzböden zur Schimmelbildung oder quellen auf. In Textilien reichern sich bei Nässe besonders viele Mikroorganismen an. Mineralische Böden und ganz besonders Kork überzeugen hier durch ihre Unempfindlichkeit.

Das kleine 1×1 des Bodenbelags:

  • Eingangsbereich: mineralische Materialien oder elastische Bodenbeläge
  • Wohn- und Arbeitsräume: Teppichbeläge, Parkett und Linoleum
  • Feuchte Räume: Fliesen oder Korkböden
Parkett ist nicht gleich Parkett

Hat man sich für einen bestimmten Belag entschieden, folgt die Wahl des Anbieters. Nun kommt es auf die gesundheitliche Unbedenklichkeit an. Trotz vieler Verordnungen enthalten manche Produkte noch immer schädliche und stark riechende Substanzen. Holzböden könnten Formaldehyd ausgasende Lacke emittieren. Kunststoffe und Textilien können ebenfalls Formaldehyd, sowie giftige, erbgutverändernde und fortpflanzungsgefährdende Substanzen, z.B. Weichmacher, enthalten. Oft führen solche Stoffe auch zu erhöhtem Allergierisiko und reichern noch lange Zeit später den Staub an. Gerade Textilien, die eine vergleichsweise große Oberfläche aufweisen, sind dafür anfällig. Mineralische Böden können mit Spuren von Schwermetallen und radioaktiven Substanzen belastet sein.

Gut beraten ist man daher, wenn man beim Kauf auf entsprechende Zertifizierungen achtet. „Der blaue Engel“ und ÖKO-Test bewerten seit Jahren Bodenbeläge aller Art und weisen zuverlässig gesundheitlich unbedenkliche Produkte aus. Wir bei Multifloor beraten Sie gerne zu den entsprechenden Siegeln und Auszeichnungen. Seien Sie versichert, dass wir ausschließlich Bodenbeläge führen, die gesundheitlich unbedenklich sind.

Zusätzlich sollte man beim Kauf eines Bodenbelags auf nachhaltige Rohstoffquellen achten. Bodenbeläge, die aus natürlichen Materialien bestehen, sind nur dann ökologisch unbedenklich, wenn ihre Bestandteile aus nachhaltiger Erzeugung stammen und keine natürlichen Lebensräume bedrohen. Auf nachhaltige Forstwirtschaft weisen die Siegel von Natureplus, PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes), FSC (Forest Stewardship Council) hin.

Auf das richtige Verlegen kommt es an

Der nächste Schritt ist der Einbau der Bodenbeläge. Natürlich gibt es hier Unterschiede. Teppichbeläge und elastische Bodenbeläge müssen geklebt, holzbasierte Beläge gegebenenfalls geschliffen, versiegelt oder geölt werden. Gute Anbieter benutzen hierfür weitestgehend schadstofffreie, wasserlösliche Kleber und Lacke. Dies hilft, die Emission giftiger Substanzen schon von vornherein zu vermeiden.
Das Abschleifen von Parkett ist mit modernen technischen Geräten heute nahezu staubfrei zu bewerkstelligen, was sowohl die Feinstaubbelastung beim Verlegen selbst, als auch später erheblich verringert.

Ein reiner Boden ist nicht unbedingt ein sauberer Boden

Hat man bis hierhin alles richtig gemacht, kann man sich schon einmal über einen gesundheitlich unbedenklichen und ökologischen Einbau freuen, der noch dazu das Portmonnaie und das Klima schont. Damit das auch lange so bleibt, gilt es nun noch, die richtige Pflege zu betreiben. Auch hier lohnt es sich, auf entsprechende Siegel zu achten.

Gute Reinigungsmittel sind hochkonzentriert und können daher sparsam verwendet werden. Auf Schadstofffreiheit weist auch in diesem Segment neben dem Ökosiegel der Europäischen Union (EU Ecolabel) „Der Blaue Engel“ hin. Unbedenklich sind einfache Spül- und Scheuermittel im Hausgebrauch, die für normale Verschmutzungen voll und ganz ausreichend sind und ohnehin teurere Reinigungsprodukte meistens überflüssig machen.